Ein Countdown zählt, ein Motor nähert sich, jemand tritt ungeduldig auf. Zeichne Pulslinien für Erwartung: steigende Spannung, Entladung beim Halt, sanftes Abflauen nach dem Einstieg. Notiere Geruch von Bremsenstaub, vermischt mit nassen Jacken. Kleine Geschichte: Fremde teilen einen Regenschirm, sprechen nicht, teilen dennoch Wärme. Solche Momente zeigen, wie Warten Gemeinschaft erzeugt, ohne viele Worte.
Nach Regen riecht Asphalt süßlich, daneben feuchtes Laub, dazu eine Spur Kaffee von der Ecke. Markiere Schichten, die rasch verfliegen, und jene, die sich halten. Wind zeichnet Wege über Plätze. Notiere, wie Abgase von Gebäck überlagert werden. So entstehen Duftgradienten, die Orientierung bieten, selbst mit geschlossenen Augen. Jede Nase kann Kartenleserin sein, wenn wir langsam genug atmen.
Die Bank knarzt, ein Handschuh bleibt kurz liegen, jemand rückt Platz frei. Notiere Material: Metall speichert Kälte, Holz mildert. Geräuschprofile verraten Nutzung. Zeichne kleine Pfeile für Blickwechsel: Anzeigetafel, Straße, Himmel. Eine Anekdote: Ein Kind zählt Busse, jubelt bei der richtigen Nummer. Diese Freude setzt einen Marker, der künftiges Warten wärmer macht und die Umgebung menschlicher erscheinen lässt.